Für fast jede Gelegenheiten, jedes Ereignis und Geschehen hatten Großmutter und Großvater eine Regel auf Lager! Gerade wenn es um das Wetter ging, wurden gerne kleine Sprüche und Reime zusammen gestellt, mit denen man sich die Wettergeschehnisse besser merken konnte. Da die Bauern mit Ihrer Saat und späteren Ernte besonders vom Wetter abhängig waren und auch noch sind, kamen die meisten Regeln wohl auch von den Bauern. Daher auch der Ausdruck Bauernregeln. Man sollte die meisten Regeln nicht gleich verpönen, Sie stammen immerhin von unseren Vorfahren, die auch ohne einen Wetterbericht im Fernsehen oder im Radio das Wetter vorhersagen konnten. Zumindest für den nächsten Tag… Hier einige Bauernregeln, die nicht in Vergessenheit geraten sollte!Abendrot - Gutwetterbot’ - Morgenrot mit Regen droht. Gewitter ohne Regen, ist für die Ernte kein Segen Abendrot und Morgenhell sind ein guter Wettergesell Nach oben schau, auf Gott vertrau, nach Wolken wird der Himmel blau Bei rotem Mond und hellen Sterne, sind Gewitter gar nicht ferne. Nebel, wenn er steigend sich verhält, bringt Regen, doch klar Wetter wenn er fällt. Gewitter in der Vollmondzeit, verkünden Regen weit und breit. Wenn die Apfelbäum blühn, soll der Ofen noch glühn. Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibt’s am nächsten Tag Regen. Geht die Sonne feurig auf, folgen Wind und Regen drauf. Gut’ Wetter, das kommt über Nacht, hat’s im Sommer nie weit gebracht. Siehst Du den Nebel auf Seen und Auen, kannst Du auf schön Wetter bauen. Morgenstund hat Gold im Mund Dreht sich mehrmals der Wetterhahn, zeigt er Sturm und Regen an. Hängt das Laub bis in den November rein, wird der Winter lange sein. Halten die Bäume die Blätter lang, mach ein später Winter bang. Wenn die Eiche Blätter kriegt, ist der Frost gewiss besiegt. Schöne Eichblütt’ im Mai, bringt ein gutes Jahr herbei. Baumblüten im Spätjahr, deuten auf ein gutes Jahr. Blüh’n die Disteln reich und voll, ein schöner Herbst Dir folgen soll. Hocken die Hühner in den Ecken, kommt bald Frost und Winterschrecken. Siebenschläfer - Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass. Siebenschläfer - Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, so regnet’s ganze sieben Wochen. Eisheilige - Vor Nachtfrost bist Du sicher nicht - bis Sophie vornüber ist. Eisheilige - Kalte Sophie wird sie genannt, denn oft kommt sie mit Kälte daher gerannt.
Kleine und alte Weisheiten aus den BauernregelnDie Hände einer Frau und die Zähne eines Pferdes dürfen nie still stehen. Auch an kleinen Brunnen kann man den Durst löschen. Was der Herr für Wetter macht, hat der Kalender nicht bedacht. Bleib zu Haus und koch den Brei, so kommest Du nicht in Zankerei. Bauer werden ist nicht schwer, Bauer bleiben ist die Ehr. Der Bauernhandschlag ist des Manneswort. Der dümmste Bauer hat die größten Kartoffeln. Wenn die Gerste fällt, bekommt der Bauer sein Geld. Je schöner die Wirten, desto höher die Zeche. Zu Haus ist zu Haus und wäre es noch so schlecht, bleib zu Haus. Desto weißer die Schäfchen am Himmel geh’n, je länger bleibt das Wetter schön. Buchen sollst Du suchen, Fichten wähl mit Nichten und Weiden sollst Du meiden. Geht die Sonne feurig auf, folgen Wind und Regen drauf. Morgenrot schlecht Wetter droht. Abendrot ist der Gutwetterbot’. Erscheint der Abendhimmel feuerrot, sich das Schlechtwetter androht.
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