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Mehr Freiheit für den Igel im Garten

 

Igel im GartenWer sich darüber wundert, dass in den letzten Jahren immer weniger Igel in Gärten zu finden sind, der sollte sich diesen Artikel einmal durchlesen. Es sind nicht unbedingt weniger Igel geworden, sondern die Igel haben Probleme in unsere Gärten zukommen. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Zäune aus Maschendraht oder sogar aus Beton aufgestellt. Gerade diese Grundstücksabgrenzungen machen es dem Igel unmöglich, in unsere Gärten zukommen und dort zu jagen. Richtig, der Igel ist ein Jäger und Aasfresser. Auf seiner bevorzugten Speisekarte stehen Schnecken, Würmer und Käfer, Asseln und Ameisen. Er frisst jedoch auch die verschiedensten Insekten sowie deren Larven, kleine und junge Mäuse oder übrig gebliebenes Aas.

 

Somit ist der Igel im eigentlichen Sinne ein nützlicher Gartenfreund, der ihnen dabei helfen kann den Garten von Schädlingen freizuhalten. Aus diesem Grunde sollten Sie dafür sorgen, dass der Igel ohne großen Aufwand in ihrem Garten gelangen kann. Grundstücks Abgrenzungen können auch mit Hecken gestaltet werden. Das sorgt nicht nur dafür, dass der Igel von einem Grundstück zum anderen gelangen kann, sondern in Hecken brüten und nisten auch die verschiedensten Vogelsorten. Eine weitere und alte bewährte Art ist der Jägerzaun. Diesen sollten Sie nicht zu weit in Richtung Boden anbringen. So kann der Igel unter diesen Zaun hindurch schlüpfen.

 

Wenn Sie auf einen engmaschigen Zaun oder einen Zaun aus Beton nicht verzichten möchten, dann sollten Sie künstliche Durchgänge für den Igel schaffen. Das können zum Beispiel kurze Tonrohrstücke sein, die zwischen Boden und Zaun angebracht werden. Mit der Zeit findet der Igel automatisch diesen Durchgang und merkt sich diesen. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und schaffen zwischen den Gärten zusätzliche Durchgänge. So kann der Igel von einem Garten in den anderen Wandern und so sein Revier vergrößern.

 

Was Sie sonst noch für den Igel tun können!

Wenn Sie gerne Vögel haben, dann können Sie eine Vogeltränke auf den Boden stellen. Auch der Igel bedient sich aus der Vogeltränke und kommt sogar dann regelmäßig in den Garten, wenn er weiß, dass es hier etwas zu trinken. Geben Sie dem Igel bitte nie Milch, denn die ist Gift für ihn.

 

Wenn Sie möchten, dass der Igel in ihrem Garten sogar heimisch wird, dann sollten Sie dafür sorgen, dass er einen eigenen Unterschlupf im Garten finden kann. Das kann zum Beispiel Laub unter Bäumen, Sträuchern und Hecken sein, aber auch alte Holzstapel oder Reisigstapel dienen dem Igel als Unterschlupf. Igel wurden auch schon unter alten Palettenstapeln und unter Gartenhäusern gefunden.

 

Verstreuen Sie im Garten keine Gifte, wie Schneckengifte oder andere Gifte zur Schädlingsbekämpfung. Wenn der Igel eine vergiftete Schnecke frisst, so leidet auch er darunter. Tiefe und etwas größere Löcher im Boden sollten Sie zumachen oder abdecken. Diese können zu einer tödlichen Falle für die Igel werden. Das gilt auch für Fensterkellerschächte. Wenn Sie einen Teich oder einen Swimmingpool haben, der tief in den Boden eingelassen ist oder sogar ebenerdig, sollten Sie für den Igel und auch im Garten andere lebende Tiere eine Ausstiegshilfe schaffen. Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Obstnetzen! Hier könnte sich der Igel drin verfangen und nicht mehr herauskommen. Gerade zum Ende der Obst- und Gemüsesaison sollten Sie diese Netze niemals einfach auf den Boden schmeissen und liegen lassen.

 

 

 

 

Seiten insgesamt: 142 - letzte Änderung: Samstag, 12. Mai 2012